Fotografie: 5 Tipps für eine kurze Belichtungszeit

Wie kurze Belichtungszeit Fotografie Titelbild

In einigen Situationen lässt sich eine längere Belichtungszeit kreativ einsetzen, in vielen Fällen kommt es aber lediglich auf ein scharfes Foto aus der Hand an, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Und genau hierfür ist eine möglichst kurze Belichtungszeit notwendig. Wir geben Ihnen 5 Tipps, wie Sie die auch ohne Blitz erreichen können.

1. Weit offene Blende verwenden

Die Blende ist eine Öffnung im Inneren des Objektivs und bestimmt, wie viel Licht letztlich Richtung Sensor gelangt. Für eine kurze Belichtungszeit sollte diese Öffnung natürlich möglichst groß sein. Stellen Sie daher die kleinstmögliche Blendenzahl an Ihrer Kamera ein, denn je kleiner die Blendenzahl desto größer die Blendenöffnung und umgekehrt.

2. ISO Wert erhöhen

Der ISO Wert beeinflusst einfach gesagt die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Ein hoher ISO Wert sorgt im Umkehrschluss für eine kurze Belichtungszeit. Dabei leidet allerdings auch die Bildqualität. Bei einer Kamera mit Crop Sensor gibt es ab ISO 1600 deutliche Einbußen, die sich auch per Nachbearbeitung schwierig beheben lassen.

3. Im RAW Format fotografieren und unterbelichten

Das RAW Format ist anders als beispielsweise das JPEG Format ein unkomprimiertes Bildformat und enthält wesentlich mehr Informationen über das Bild. Deswegen lassen sich Fotos im RAW Format auch wesentlich besser bearbeiten als andere. Das ist gerade in dunklen Lichtsituationen von Vorteil, denn RAW Fotos lassen sich per Nachbearbeitung fast ohne Qualitätsverlust aufhellen. Somit können Sie die Belichtungskorrektur ihrer Kamera herunterstellen, was zunächst für ein zu dunkles Bild und eine kurze Belichtungszeit sorgt. Die spätere Aufhellung klappt auch bei einer Unterbelichtung von -2 Stufen mit kaum einem merklichen Qualitätsverlust.

RAW Foto nachträglich aufhellen

4. Lichtstarkes Objektiv verwenden

Objektive besitzen alle eine unterschiedliche Lichtstärke, sprich eine unterschiedliche maximale Blendenöffnung. Wenn man weiß dass man eine möglichst kurze Belichtungszeit benötigt, sollte man bei der Objektivauswahl auf ein möglichst lichtstarkes Modell achten, das auch bei einer höheren Zoomstufe keine Lichtstärke verliert. Als günstige Variante gibt es hierfür Festbrennweiten, lichtstarke Modelle mit einem größeren Brennweitenband sind aufgrund der ausgefeilten Technik meist etwas kostspieliger.

5. Die richtige Kamera

Auch bei der Kamera hilft ein gutes technisches Equipment für eine bessere Belichtungszeit. Vollformat Kameras können dank ihres größeren Sensors mit wesentlich höheren ISO Werte arbeiten ohne dass ein spürbarer Qualitätsverlust eintritt. Diese Qualitäten sind für eine kurze Belichtungszeit sehr wichtig.